Zurück in Leipzig gründete er 1848 mit Julian Schmidt (seinem späteren Verleger) die politische Wochenzeitschrift der „ Grenzbote“ und so zum „Vater des modernen Journalismus“. Da er sich den politischen Unwillen der preußischen Polizei zuzog, ging er 1851 nach Siebleben in sein neu erworbenes „Haus zur guten Schmiede“. Herzog Ernst II. von Sachsen- Coburg und Gotha ernannte ihn 1854 zum Hofrat. Die Beiden verband eine lebenslange Freundschaft. In der ländlichen Stille in Siebleben entstanden die meisten literarischen Werke. 1855 der Kaufmannsroman „Soll und Haben“. Zwischen 1859 und 1867 entstanden seine fünfbändigen „Bilder aus der deutschen Vergangenheit“. 1863 erschien das von den Studenten geschätzte Lehrbuch „Die Technik des Dramas“. 1859 ist er Mitbegründer der National liberalen Partei Thüringens. 1867/70 war er Abgeordneter der National liberalen Partei im norddeutschen Reichstag. 1870/71 war er Kriegsberichterstatter im deutsch- französischen Krieg im Lager des Kronprinzen Friedrich Wilhelm. 1873- 1881 folgte der Romanzyklus die „Ahnen“ in sechs Bänden. In den Weiteren Jahren entstand die dreibändige Ausgabe „Der dreißigjährige Krieg“ (1618-1648). ( weiter zu Seite 3 )


(Portrait: G.Freytag)

(Landhaus in Siebleben)

 
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