Von 1879 verließ Gustav Freytag in den Wintermonaten Siebleben und ging nach Wiesbaden, wo er 1881 eine Stadtvilla erwarb. Von Ende April bis Ende Oktober kehrte er jedoch immer nach Siebleben zurück, denn nur hier fand er die nötige Ruhe für sein Schaffen. Am 30. April 1895 fast 79 jährig starb Gustav Freytag an einer Lungenentzündung in Wiesbaden und fand auf seinen Wunsch hin im nördlichen Teil des Kirchgartens in Siebleben seine letzte Ruhestätte.
Gustav Freytag war zu seiner Zeit und bis Mitte des Zwanzigsten Jahrhunderts der meistgelesene Schriftsteller Deutschlands mit einer Auflage seiner Bücher von über 2,6 Millionen. Zu seinen Ehren bekam in Gotha, eine Straße, ein Gymnasium und eine Aussichtsbank auf dem Seeberg mit Blick über Siebleben seinen Namen. Ein Wanderweg, der das Burgenensemble „Drei Gleichen“ verbindet, wird als Gustav- Freytag- Weg benannt. Ebenfalls trägt ein Wohnviertel in Siebleben den Namen „Am Gustav- Freytag- Park“. Seit dem Jahr 1900 gibt es auf dem Rennsteig nahe Oberhof den „Gustav Freytag Stein“.
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(Portrait: G.Freytag)

(Landhaus in Siebleben)

 
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